Gedichte II

Von JCHartmann

Die Urzeitschutzhütte am Strand
ist heute
mit Kabelbindern schnell gebaut.
Wir vorvorletzte Menschen
fliegen durch die Welt
wie schwere Käfer, Bauch voraus,
steuerlos durch die Zeit,
landen auf dem Rücken
und fauchen uns an,
zum neuen Flug.
– Und wenn in all unseren Straßen
in jedem Haus
statt Werbeschildern
Botschaften stünden:
Respektiere sie!
Respektiere Dich!
Würde sich dann nicht etwas
ändern hier?


in dem bloßen zufall des lebenswegs
will ich einen zusammenhang sehen, einen ‚höheren sinn‘,
weil,
irgendwann,
doch die neue zeit anbricht
und die menschheit sich erheben wird,
weil ich diese seiten gern mit tränen füllen würd
um dir über den äther dann zuzurufen
was ich fühl.
Und auch wenn meine arme
nicht mehr den körper stützen dann
der auf ihnen liegt
und meine augen sich nicht mehr schließen wollen,
wenn ich im trauersehnen der vergangenen zeit
und schiffspassagen durch die dunkelheit
eintauche und langsam dort verglimm,
meine zunge vom alkohol oder vom tabak oder vom leben brennt,
ist der versuch doch das was zählt.

jchartmann.wordpress.com