Schritt um Schritt renne ich,
der Wind fasst an mir.
Die Luft ist leicht, der Körper stark,
irgendwo bleibt ein Windblick.
Die Kamera ein stilles Auge,
ein Griff nach Freiheit, die keine ist.
Linse wie eine Kralle, festgebissen,
unsichtbar, brennt auf der Haut.
Der Wind war gestern so.
Der Wind ist heute so.
Der Wind wird morgen so sein.
Ich renne weiter.
Mein Atem ist stärker als der Wind.
Ich atme, endwinde ihn.
Entwindung
Von Lisa Klug
